Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder des GZV Roth e.V. im Anschluss an ihre Lokalschau zu einem Züchterabend.
Bei gutem Essen und geselligem Beisammensein lassen die Züchter das vergangene Zuchtjahr Revue passieren. Es werden die erlebten Höhen und Tiefen von der Tieraufzucht bis zum Ausstellungstier besprochen und das Zuchtjahr findet mit der Ausstellung hier sein Ende.
In diesem feierlichen Rahmen findet dann auch die Kürung der Vereinsmeister, sowie die Preisverteilung an die diesjährigen, erfolgreichen Züchter statt.
Über die Landesverbandsprämien freuten sich:
Peter Unger mit seinen Fränkischen Landgänsen, blau
Heidi Unger mit ihren Federfüßigen Zwerge, silber-porzellanfarbig
Bernd Lösing mit seinen Zwerg-Wyandotten, weiß-blaucolumbia
Rainer Paul mit seinen Zwerg-Welsumern, rost-rebhuhnfarbig
Günter Schönweis mit seinen Cauchois, blau-bronzegeschuppt
Peter Unger mit seinen Märischen Strassern, schwarz
In diesem Jahr stand dann noch eine weitere längst überfällige Ehrung an, die eigentlich bereits im letzten Jahr vergeben werden sollte. Aufgrund der Corona-Kontaktbeschränkungen in 2021 musste sie leider auf dieses Jahr verschoben werden.
Georg Kirschner wurde für 55jährige, ununterbrochene, aktive Mitgliedschaft im Geflügelzuchtverein Roth e.V. mit der Bundesehrennadel in Gold des BDRG e.V. ausgezeichnet.
Der 1. Vorsitzende des Bezirks Mittelfranken des Verbands Bayerischer Rassegeflügelzüchter e.V., Constantin Günther, ließ es sich nicht nehmen, diese Auszeichnung persönlich zu überreichen und auch die Vorstandschaft des GZV Roth e.V. gratulierte ganz herzlich.
Auf der Lokalschau wurde auch die Vereinsmeisterschaft der Züchter ausgetragen. Hierfür benennt jeder Züchter im Vorfeld jeweils 4 seiner Tiere einer Rasse und eines Farbschlags, die in die Wertung der Vereinsmeisterschaft eingehen sollen. Nach der Bewertung durch die Preisrichter werden die Einzelergebnisse der ausgewählten Tiere zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst. Der Züchter, dessen Tiere das beste Gesamtergebnis vorweisen können, wird Vereinsmeister.
Nur so einfach war es in diesem Jahr nicht.
Nachdem bei den beiden besten Züchtern dieses Jahres Punktgleichstand herrschte, wurde als nächstes das beste Einzeltier der einen Gruppe dem besten Einzeltier der anderen Gruppe im Vergleich gegenübergestellt. Da auch hier Punktgleichheit herrschte, wurde das Prozedere mit dem jeweils zweiten (= Punktgleichstand), dritten (= Punktgleichstand) und auch vierten Tier wiederholt.
Da auch nach dem vierten Tier kein Sieger ermittelt werden konnte, musste die nächste Bewertungsstufe herangezogen werden. Hier werden wie schon zuvor der Reihe nach die Tiere mit den besten Einzelwertungen der Gruppen verglichen. Bei diesem Durchgang liegt dann allerdings der Augenmerk auf dem Geschlecht der Tiere. Bei gleicher Punktzahl wird der Hahn höher als die Henne gewertet.
Erst hier konnte die Vereinsmeisterschaft nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen entschieden werden:
1.Vereinsmeisterin wurde Heidi Unger (Federfüßige Zwerge in silber-porzellanfarbig, 382 Punkte)
2.Vereinsmeister wurde Bernd Lösing (Deutsche Zwerg-Wyandotten in weiß-schwarzcolumbia, 382 Punkte)
3.Vereinsmeister wurde Peter Unger (Mährische Strasser in schwarz, 379 Punkte)
Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner.

Nach 2-jähriger Zwangspause aufgrund gesetzlicher Regelungen durfte der GZV Roth e.V. in diesem Jahr wieder eine Ausstellung abhalten.
Die letzten beiden Jahre waren für die Zucht nicht einfach. Im Jahr 2020 herrschte zur Brutzeit im Frühjahr noch die allgemeine Aufstallungspflicht aufgrund der Vogelgrippe, so dass weniger Tiere gehalten werden konnten, um eine tiergerechte Haltung und Aufzucht gewährleisten zu können. Im letzten Jahr erschwerten die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie den wichtigen züchterischen Austausch, um die Genvielfalt gerade bei seltenen Rassen zu erhalten.
Es konnten daher deutlich weniger Tiere, als in den Vorjahren präsentiert werden. Trotzdem fand die Lokalschau bei Züchtern und Geflügelliebhabern guten Anklang und die Ausstellungshalle war an beiden Tagen gut besucht. Auch viele Honoratioren wie den Landrat Herbert Eckstein, den Rother Bürgermeister Andreas Buckreus und selbstverständlich auch den Schirmherrn, den Bürgermeister der Gemeinde Büchenbach Herrn Helmut Bauz, konnten die Geflügelzüchter des GZV Roth e.V. auf ihrer Lokalschau begrüßen. Viele Interessierte, die mit dem Beginn der Hühnerhaltung liebäugeln, nutzten zudem die beiden Tage, um sich sowohl über geeignete Rassen als auch die notwendigen Haltungsbedingungen zu informieren.
Da die Hühnerhaltung in privaten Gärten immer mehr zunimmt, bietet der GZV Roth e.V. speziell für diese Gruppe der Hühnerhalter regelmäßig einen Hobbyhühnerhalterstammtisch an, bei dem Einsteiger und Neuhalter viele Informationen rund um die Hühnerhaltung, aber auch Hilfe und Tipps bei Problemen mit dem Federvieh erhalten können.
Nach zweijähriger Pause findet unsere Lokalschau wieder im "Haus am See" in Büchenbach statt. Wir freuen uns über viele Gäste und Interessenten.

Der Vereinsausflug am 16. Juli 2022 stand unter einem guten Stern. Die allgegenwärtige Hitzewelle des Sommers 2022 machte just an diesem Samstag eine Pause und so konnte die Vereinsfahrt bei schönstem Sommerwetter aber angeneh-men Temperaturen ins Oberpfälzer Seenland durch-geführt werden.
Das erste Ziel führte uns nach Wackersdorf zum Museums-lehrpfad. Auf dem knapp 1,5stündigen Spaziergang durch schattigen Laubwald nach Steinberg konnte man sich anhand Schautafeln und Maschinen(teilen) über den Abbau von Braunkohle in dem damals einem der modernsten Fördergebiete Deutschlands informieren. Heute ist von dem Kohleabbau nichts mehr zu sehen, denn in den 1980ern wurde das gesamte Gebiet geflutet und ins Oberpfälzer Seenland umgewandelt.
Im Anschluss ging es dann mit dem Bus zum nur wenige Kilometer entfernten Murner See ins Restaurant Seaside zum Mittagessen. Dort erwartete uns eine oberhalb des Sees gelegene schöne Terrasse mit traumhaftem Blick über den Murner See. Die großen Sonnenschirme und der teilweise frische Wind luden zum längeren Verweilen ein, aber zu lange wollten wir dann doch nicht bleiben, da wir noch eine weitere Etappe auf dem Programm stehen hatten – die Holzkugel in Steinberg am See.
Die 1/4stündige Busfahrt zurück nach Steinberg bot bereits mehrfach einen Blick auf die Holzkugel, den mit 40m höchsten begehbaren Holzturm der Welt. Auf dem 700 m langen Weg am äußeren Rand der Kugel entlang konnte man in 30 Bewegungsstationen seine Geschicklichkeit und sein Balancegefühl unter Beweis stellen oder aber einfach nur den nach allen Seiten wunderschönen Ausblick genießen. Auch hier blies der frische Wind und im Schatten des riesigen Kugelgewölbes ließ sich so die Plattform auf der Kugelspitze ohne Anstrengung erklimmen. Der 360°-Rund-um-Blick über den Steinberger See und seinen vielen Wassersportlern war es auf jeden Fall wert. Nach einer gemütlichen Rast auf einer der vielen in der Kugel integrierten Sitzgelegenheiten hieß es sich dann für den Abstieg zu entscheiden. Die Mutigeren wählten die 70 m lange Rutsche, die einen mit ca. 18 Stundenkilometern Geschwindigkeit in kürzester Zeit wieder nach unten brachte, die anderen folgten dem Holzweg mit seinen weiten Windungen nach unten. Einige waren von der Rutsche so begeistert, dass sie es sich nicht nehmen ließen, die Kugel gleich mehrmals zu besteigen, um ein weiteres Mal rutschen zu können.
Für eine Kugelhalbe im Biergarten der Kugelwirtschaft am Fuße der Holzkugel blieb noch Zeit, bevor es dann auch schon wieder hieß, die Heimreise anzutreten. Pünktlich um 18 Uhr waren wir dann zurück in Roth und alle waren sich einig, dass wir einen tollen Tag zusammen verbringen durften.
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